Erfahrungsberichte aus unserem Blog4Blood

AUTSCH

Autsch !

Ich habe meine Krankheit ganz gut im Griff.
Seit Jahren ist sie in mein Leben integriert. Präsent im Denken und Fühlen, aber trotz aller theoretischen und sichtbaren Bedrohlichkeit handhabbar. An kleine Attacken des Monsters habe ich mich gewöhnt. Die ganz große Attacke ist bis jetzt noch ausgeblieben.

Es gibt jedoch zwei Tage im Jahr, da gerät alles in mir ins Wanken.

ein besonderer Tag im Leben

........das wird der 16. Juli immer für mich bleiben. Mein zweiter Geburtstag. Der Tag, an dem ich neues Leben geschenkt bekommen habe.

Jetzt war es gestern schon der 15. und trotzdem bleibt es immer etwas Besonderes.

Man kann jedes Detail des Tages vor 15 Jahren erzählen, denn so eine Lebenserfahrung prägt einen, verändert einen. Ich genieße dieses neue Leben anders und intensiver.

Neues zur Therapie maligner Lymphome

Alle zwei Jahre findet in Lugano (Schweiz) die Internationale Conference für maligne Lymphome (ICML) statt. In diesem Jahr bereits zum 13. Mal!
Seit 2003 sind wir (LHRM) gemeinsam mit  der „Internationalen Lymphoma Coalition“ mit einem Info-Stand vertreten und konnten uns mit internationalen Lymphom-Experten austauschen. Auch in diesem Jahr diskutierten wieder über 3.000 Lymphom-Spezialisten über neueste Erkenntnisse und Entwicklungen bei den unterschiedlichsten Lymphom-Erkrankungen.

Helden wider Willen

Diese Kolumne soll den pflegenden, umsorgenden Angehörigen von chronisch unheilbar Erkrankten gewidmet sein, die am Anfang ihrer Ehe geschworen haben "in guten wie in schlechten Zeiten" zum Partner zu halten. Was die schlechten Zeiten betrifft, so gilt das, egal wie hart es ist und egal wie lange es dauert, bis der Tod dem ein Ende bereitet.

Studie über Langzeitfolgen

Vor einiger Zeit las ich über eine Studie bzgl. Langzeitfolgen nach Krebs von der Uni Leipzig.

Da mich dieses Thema sehr interessiert, habe ich mich um die Aufnahme beworben und vor Kurzem den Fragebogen ausgefüllt.

Wie bekannt ist, leide ich nach meiner AML und autologer Transplantation unter einigen Langzeitfolgen, u.a.so sehr, dass ich einem normalen Alltag mit 8 Std Arbeit, Freizeit, Hobbys und allem was dazu gehört nicht mehr so nachgehen kann, wie vor meiner Erkrankung.

richtiges oder falsches Kranksein

Kann man dies eigentlich sagen?

Diese Frage stellte ich mir kürzlich. In meinem unmittelbaren Umfeld leitet jemand an Depression und Angst.

Ja sicher, Depression ist auch eine Krankheit, aber wenn man wie ich wirklich einmal schwer erkrankt war oder jetzt auch viele Freunde hat, die schwer krank sind, fällt einem das Verständnis für dieses Krankheitsbild schwer bzw. man muss es lernen.

Depressive Menschen reden sich u.a. Krankheiten und Schmerzen ein, obwohl sie organisch gesund sind.

Myelomniere? – Was ist das, kann man das essen?...

Das ist ein Auszug aus einem Gespräch mit einem Freund… Da musste ich sehr lachen!

Ich erzählte einem Freund vom letzten Selbsthilfetreffen „meiner“ Krebsie-Truppe im Rhein-Main Gebiet in Rüsselsheim. Das Treffen ist alle drei Monate und wird immer durch sehr interessante Vorträge von Dozenten begleitet. Dieses Mal ging es in dem Vortrag eines Mainzer Nephrologen rund um das Thema Niere, und eben auch Myelomnieren…

Sturz von der Kellertreppe

Sturz von der Kellertreppe

Manchmal habe ich ganz primitive Bilder im Kopf. Da ist z.B. die Kellertreppe:

Ganz oben auf dem ersten breiten Treppenabsatz sitzen die Gesunden und amüsieren sich, Sonnenlicht und frische Luft inklusive. Ganz unten auf den letzten schmalen und schiefen Stufen im dunklen und muffigen Keller lauern Sterben und Tod.

Die Treppen-Ordnung ist klar und einfach. Je besser es jemand geht, desto weiter oben sitzt er. Je schlechter, desto weiter unten.

Arbeitsleben....Krebs.......und danach ???

DREI GROßE FRAGEZEICHEN

Wenn man die Diagnose Krebs bekommt - so war es zumindest bei mir - bin ich von Anfang an davon ausgegangen, dass ich das hier durchstehe, den Krebs besiege und anschließend wieder meiner alten Arbeit wie gewohnt nachgehe. Die ersten beiden Vorhaben habe ich mit Bravour geleistet....das letzte jedoch leider nicht.
Die Langzeitfolgen der Therapie sind  so gravierend, dass ich ca 1,5 Jahre nach Diagnose berentet wurde und Erwerbsunfähigkeitsrente in voller Höhe beziehe.

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